Fitness beginnt im Kopf

schneller denken und handeln

DER SCHLAUMEIER WORKSHOP

 

Bild: Fotolia.com, lizensiert

3 Tages Workshop an der Alten Landeschule Korbach

Bewegt lernen – leichter lernen
Ein Projektangebot rund um das Thema "Lernen in Bewegung".

Download  - Projektbeschreibung in der Zeitschrift "Geistig Fit" der Gesellschaft für Gehirntraining e.V.

 

Im Rahmen der diesjährigen Projekttage des Gymnasiums Alte Landeschule im Nordhessischen Korbach gab es auch ein Angebot für die geistige Fitness der Schüler. Zunächst skeptisch betrachtet, waren die Teilnehmer nach drei Tagen von dem Angebot begeistert. Stefan Schäfer, MAT- und Lerntrainer, ist Experte für funktionelles Sporttraining und hatte diesen dreitägigen Kurs zusammengestellt. Unterstützt durch einige Helfer aus einem Leistungskurs Sport der Schule, wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten. Täglich wurden in sechs Schulstunden viele Tipps rund ums Lernen, geistige Fitness und Bewegung an die 24 Schüler weitergegeben. Den Abschluss am dritten Tag bildete die Einrichtung eines „Schlaumeier Parcours“ auf dem Schulgelände.

 


Bereits einfache Bewegungen erhöhen die Denkleistung

 

Als Dipl. Sport- und Fitnesstrainer nahm Stefan Schäfer das Angebot der Schule gerne an, an den diesjährigen drei Projekttagen einen Workshop zum Thema Lernen und Sport anzubieten. Der erste Tag war sehr anstrengend für die Schüler, hier wurden die theoretischen Grundlagen zum besseren Verständnis der folgenden Tage vermittelt. Nach der Begrüßung wurde eindrucksvolles Filmmaterial zum Thema Gedächtnis gezeigt. Anschließend folgte ein erster theoretischer Teil zum Thema „Grundlagen des Lernens“. Hier ging es von allgemeinen Dingen zu Gehirn und Informationsverarbeitung bis zum Training mit MAT. Durch Übungen und einige Bewegungsaufgaben wurde immer wieder für Abwechslung gesorgt. Auch der abschließende Wissensabschnitt über die somatischen Anforderungen wurde möglichst kurzweilig gestaltet. Sichtlich erschöpft beendeten die Teilnehmer den Tag und fragten sich wohl sicher, ob dieser Workshop die richtige Wahl war.

 

Der zweite Tag startete mit einem Aufwärmprogramm für Kopf und Körper. Anschließend gab es wieder einen Film mit zahlreichen Interaktionen zu sehen. Das Thema Sinnestäuschungen kam bei den Schülern sehr gut an. Dann wurde der Schwerpunkt auf die Bewegung gelegt. Einfache Bewegungen und Koordinationsübungen wurden mit geistigen Aufgaben kombiniert. Ein MAT Trainingsteil wurde mit der heimischen Tageszeitung durchgeführt. Die Waldeckische Landeszeitung hatte für alle Schüler Exemplare des Tages zur Verfügung gestellt. Es wurden zahlreiche Aufgaben für Konzentration, Informationsverarbeitung und Merkspanne gefunden und getestet. Zum Abschluss nutzen die Schüler paarweise oder in kleinen Gruppen den Schulhof, um in Bewegung Rechen- und Worträtsel zu lösen.

 


Sportplatz Tageszeitung - Denksporträtsel in der Waldeckischen Landeszeitung

 

Der letzte Tag bildete den Höhepunkt des Workshops. Es wurde ein „Schlaumeier Parcours“ von den Schülerinnen und Schülern eingerichtet. Ziel dieser Übung war es, die behandelten Tipps und Tricks sehr einfach im Schulalltag einsetzen zu können. Zunächst startete der Workshop wieder mit einem interaktiven Film zum Thema Gedächtnis, dann begann die Gruppenphase mit den Aufträgen an die einzelnen Gruppen.

 

Auf dem Schulgelände sollten vier Stationen eingerichtet werden. Wasser, Ruhe, Aktivierung und Bewegung waren die Titel. Mit Hilfe des LK Sport wurden die verschiedenen Möglichkeiten an den Stationen durch die teilnehmenden Schülerinne und Schüler in Gruppen erarbeitet. Hier sollte auf das erworbene Wissen der ersten beiden Workshop-Tage und eigene Erfahrungen zurückgegriffen werden.

 


Der Naturpavillon als Ruheraum

 

 

 

WASSER – Der Parcours soll immer mit dem Trinken beginnen. Stationen wie Wasserspender, Getränkeautomaten oder die Mensa wurden als möglicher Parcours-Start festgelegt.

 

 

RUHE – Mal Durchschnaufen oder relaxen. Orte wie ein Naturpavillon auf dem Schulgelände, die Bücherei oder der Stillarbeitsraum wurden als Ruhepunkte festgelegt. Ergänzend dazu wollte sich die Gruppe in der Bücherei mit Material über Entspannungstechniken versorgen, leider war die Zeit zu knapp das Thema zu vertiefen.

 

 

AKTIVIERUNG – Hier wurde sehr viel Material gefunden, was immer zum Training zur Verfügung steht. Die Bücherei, der Bildschirm mit dem Vertretungsplan, Infobretter, Zeitschriften, Schließfächer mit Nummern... die Möglichkeiten MAT Übungen durchzuführen war gewaltig.

 

 

BEWEGUNG – Die letzte Station bildeten zwei Rundwege, einer im und einer außerhalb des Gebäudes. Die Aufgabe war es, die Stationen so zu verbinden, dass auf diesen Wegen ein Gehirntraining in Bewegung durchgeführt werden kann.

 

Die einzelnen Stationen wurden im letzten Teil des Workshops von den Gruppen präsentiert. Diese erläuterten warum sie gerade diese Orte ausgesucht hatten und welche Möglichkeiten dort bestehen. Fazit: Ein gelungener Workshop, anstrengend aber nachhaltig für die Teilnehmer.